Wenn man denkt, man hätte schon alles gesehen, was man mit unserem 968 Porsche anstellen kann, kommt Hasegawa um die Ecke und legt zwei richtig schräge Egg-Girls-Varianten vor. Kein billiger Gag, sondern zwei durchdachte, unterschiedliche Umsetzungen, die genau das zeigen, was die Egg-Girls-Collection so besonders macht.
Die Egg Girls sind keine überzeichneten Anime-Charaktere, sondern junge Frauen mit eigenem Charakter, Hintergrundgeschichte und wiederkehrenden Outfits. Sie posieren auf Box-Art, „fliegen“ die Egg Planes oder stehen stolz neben Sportwagen. Die Serie umfasst inzwischen über 50 nummerierte Figuren – von der ersten Rei Hazumi bis zu internationalen Charakteren wie der extrovertierten Amerikanerin Amy McDonnell oder der sportlichen Finnin mit japanischen Wurzeln Sara Maiyuki.
2022: Amy McDonnell – die klassische Wrap-Version (52338 / SP538)

Die erste Version kam 2022 und war sofort ein Volltreffer. Amy McDonnell als Race-Queen, gezeichnet von Takashi Fujisawa, als großflächiges Decal-Set auf dem 968. Keine halben Sachen: Haube, Türen, Heck – alles wird richtig eingepackt. Knallbunt, frech, typisch 90er/Anime-Crossover.

Der Bausatz selbst ist der bewährte alte Hasegawa-968 Clubsport aus den frühen 90ern, aber mit frischen, sauber gedruckten Decals. Keine Figur im Karton – dafür ein Auto, das im Regal sofort schreit: „Schau mich an!“ Viele haben ihn gebaut und berichten, dass die Decals trotz der großen Flächen gut liegen, wenn man geduldig arbeitet. Das Ergebnis ist kein dezenter Clubsport mehr, sondern ein rollendes Kunstwerk, das perfekt zur verspielten Seite des sonst so seriösen 968 passt.
2024: Sara Mayuki – die Figur-Edition (SP615)

Zwei Jahre später hat Hasegawa nochmal nachgelegt und diesmal richtig Gas gegeben. Sara Mayuki (manchmal auch Maiyuki geschrieben) kommt nicht nur mit neuen Wrapping-Decals, sondern gleich mit einer 3D-gedruckten Figur im Maßstab 1:24 dazu. Sara in dynamischer Pose, voller Speed-Vibes – und der 968 selbst in einem hellen Light-Blue-Ton, der super zu den neuen Designs passt.

Das Set fühlt sich deutlich hochwertiger und moderner an. Die Figur macht den Unterschied: Plötzlich steht da nicht nur ein beklebtes Auto, sondern eine richtige kleine Szene. Viele 968-Bauer, die schon Amy im Schrank haben, greifen jetzt auch noch zu Sara – weil’s einfach zwei komplett unterschiedliche Stimmungen sind. Amy ist der klassische, übertriebene Eye-Catcher. Sara ist dynamischer, moderner und durch die Figur noch lebendiger.
Was beide Versionen gemeinsam haben
Beide nutzen denselben starken Grundbausatz, den wir alle kennen: schöne Linienführung, der charakteristische 968-Heckabschluss, die Cup-Felgen-Optik. Hasegawa hat bei den Egg-Girls-Versionen nicht am Grundmodell gespart, sondern nur die Optik auf ein neues Level gehoben. Für die die den 968 wirklich schätzen – weil er ausgewogen ist, charaktervoll und eben kein 911-Klon –, sind diese Varianten eine willkommene Abwechslung. Man kann endlich mal ohne schlechtes Gewissen etwas total Verrücktes draus machen.
Fahrt vorsichtig – aber vor allem: fahrt!